Griechische Inseln: Glamouröses Mykonos

Mykonos steht für Sorgenfreiheit sowie „Glitz and Glamour“ wie keine andere griechische Insel. Mit nur 85 Quadratkilometern ist Mykonos flächenmäßig eine kleine Insel, doch eine, die voller Spannung steckt, besonders während des langen griechischen Sommers. Das felsige Land und der sommerliche Wind (der Meltemi) auf Mykonos verleihen der Insel einen rauen Charakter, der jedoch durch die einzigartigen Strände und einem kosmopolitischen Vibe, den man nirgendwo sonst findet, mehr als wettgemacht wird. Der Hauptort, Chora genannt, ist für seine gewundenen Straßen, die von strahlend weißen, würfelförmigen Häusern mit blau gestrichenen Türen und eleganten Geschäften und Restaurants gesäumt sind, berühmt. Außerhalb der Stadt hat sich Mykonos allerdings eine erfrischende Landidylle erhalten. Nikos Kazantzakis, Autor des Romans Alexis Sorbas, schrieb einst: „Mykonos ist wundervoll … die Luft, die Erde, die spröden Berge, die einfachen Leute, ihr Dialekt, die Feigen, die Trauben, der Thymian, die Minze …“ Darauf folgen könnten die Worte „und die Verrücktheit“ – im positiven Sinne –, denn seit den 1960ern ist Mykonos ein Magnet für Hippies, Stars und Nachtschwärmer aller Art. Es ist ein hedonistisches Paradies für DJs, Strandpartys und vibrierende Sommernächte. Bereits vor 20 Jahren beschrieb eine Broschüre die Insel mit den Worten: „eine vollständige Hemmungslosigkeit und ein Klima, das von allem Alltäglichen abweicht.“ Um die beste Seite von Mykonos kennenzulernen, müssen Sie aber nicht bis zum Morgengrauen durchfeiern (auch wenn Sie es definitiv könnten). Genießen Sie einfach die Sonne und die erfrischende Brise und erleben Sie diese einzigartige und mythische Insel auf Ihre Art.

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Chora und Klein-Venedig

Die Chora oder Inselhauptstadt, Mykonos-Stadt, ist zweifellos die glamouröseste Stadt der griechischen Inseln. Ihre kalkweißen, zweistöckigen und würfelförmigen Wohnhäuser und Gebäude machen den typischen „Look“ dieser Kykladen-Insel aus: Schon ein kurzer Spaziergang durch die schmalen Straßen, die von eleganten Geschäften und gehobenen Bars gesäumt sind, vermittelt das charakteristische Flair von Mykonos. Geschäftige Seitenstraßen, wie die kopfsteingepflasterte Matoyianni-Straße, verströmen Eleganz und eine urbane Atmosphäre, die auf den Kykladen einzigartig ist. Auch ohne großartig zu shoppen, werden Sie die außergewöhnliche Energie dieses Ortes spüren, der mit seiner visuellen Pracht Besucher aus aller Welt anzieht. Beginnen Sie beispielsweise Ihre Tour an der Promenade des Alten Hafens, die mit herrschaftlichen Villen, die einst wohlhabenden Händlern und Kapitänen gehörten, gesäumt ist. Im Viertel Alefkandra, das auch als Klein-Venedig bezeichnet wird, werden Sie eine Reihe farbenfroher, hoher Häuser aus dem 18. Jahrhundert mit gewölbten Loggien aus Holz entdecken, die direkt am Meer gebaut wurden. Der Agia Kyriaki mit seiner kleinen, weißen Kirche ist ein idealer Platz, um einen Kaffee zu trinken. Eine der meistfotografierten Kirchen der Welt ist dagegen die traumhafte Panagia Paraportiani – ein Komplex aus fünf Kirchen aus dem 17. Jahrhundert, der sich bei den Stadtmauern aus dem Mittelalter befindet. Dieses beeindruckende Gebäude ist in seiner Unvollkommenheit perfekt und sein schönster Teil ist die strahlend weiße Kapelle, die einer Pyramide nachempfunden ist. Der Name Paraportiani geht auf den Begriff „paraporti“ zurück, der ein kleines Tor in einem mittelalterlichen Schloss bezeichnet. Und die berühmte Windmühlengruppe von Mykonos? Diese liegt nur einen kurzen Fußweg in südlicher Richtung vom Paraportiani entfernt. Die fünf kalkweißen, nach Norden ausgerichteten Windmühlen im typischen Baustil der Kykladen zeichnen ein charakteristisches Bild von der Magie dieser Ägäis-Insel.

Museen auf Mykonos

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so erscheint, ist Mykonos eine sehr alte Insel mit einer weit zurückreichenden Geschichte. Bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. gehörte Mykonos dem Attischen Seebund an, damals die „Athener und ihre Alliierten“ genannt, der seinen Sitz auf der heiligen Insel Delos hatte. Das kleine, aber hervorragende Archäologische Museum von Mykonos bietet mehrere Ausstellungen mit Objekten aus dem vorklassischen und klassischen Zeitalter, wie griechische Tonwaren, hellenistische Skulpturen und Bronzevasen, Grabstele und antiken Schmuck. Während viele der ausgestellten Objekte von der Nachbarinsel Rhenia stammen, wurde die beeindruckende Reliefvase mit der Abbildung des Trojanischen Pferdes auf Mykonos selbst entdeckt. Das charmante Folklore-Museum erinnert seine Besucher daran, dass Mykonos mehr zu bieten hat als Designer-Boutiquen! Die Insel blickt auf eine stolze Seefahrtsgeschichte zurück und wehrte sich im Jahr 1822 erfolgreich gegen eine Invasion durch die Türkei. Das kleine sehenswerte Seefahrtsmuseum der Ägäis ist in einem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert im Herzen von Mykonos-Stadt untergebracht. Auch die Kunst hat ihren Platz auf Mykonos: Statten Sie der Stadtgalerie von Mykonos einen Besuch ab und bewundern Sie ihre sorgfältig kuratierten, temporären Ausstellungen.

Die Strände von Mykonos

Die trendigen Strände befinden sich hauptsächlich an der Südküste von Mykonos, während die ruhigeren, weniger besuchten eher an der Nordküste zu finden sind, wo es etwas windiger ist. Probieren Sie sich im Kitesurfen in der Bucht von Ornos nahe Chora oder entdecken Sie die Strände Paraga und Paradise sowie etwas weiter östlich den Strand Super Paradise, einen der weltweit berühmtesten Strände der Gay-Community. Ein guter Tipp zum Entspannen am Meer ist auch der Strand von Elia. Östlich von diesem findet man den Sandstrand Kalo Livadi und noch etwas weiter liegt der herrliche Agia Anna, der zum Windsurfen ebenso beliebt ist wie zum Sonnenbaden und Schwimmen, ganz in der Nähe des Örtchens Kalafati. Im Norden finden Windsurfer den Strand von Panormos und die Strände Ftelia und Agios Sostis sind ideal zu Baden und Entspannen. Ein Geheimtipp ist die Felsenbucht von Fokos mit einer schicken Strandbar, die bei den Einheimischen hochbeliebt ist.

Mykonos lässt sich gerne als die Welthauptstadt der Trend- und Luxus-Strandclubs bezeichnen, wo kosmopolitische Menüs und Getränke auf der Karte stehen und angesagte DJs vor der Kulisse eines türkisblauen Meeres auflegen. Diese Beach Clubs findet man vor allem an der Südküste der Insel, zu den besten darunter gehört der Nammos Club in Psarou. Am Super Paradise ist Jackie O das Highlight und am Agios Sostis sorgt der luxuriöse Principote für Glamour. Auch bei einem Restaurantbesuch wird Mykonos Sie nicht enttäuschen! Ob leger oder mondän, hier haben Sie die Qual der Wahl: Bakalo, Salparo, Bill & Coo Coast Taverna, Beefbar, Bao’s und Cavo Paradiso (letzteres am Paradise Beach) sind einige Namen der unzähligen großartigen gastronomischen Angebote auf der Insel.

Delos

Die in der Antike als heilige Stätte verehrte Insel Delos liegt etwa drei Kilometer südwestlich von Mykonos. In der griechischen Mythologie gilt sie als Geburtsort des Gottes Apollon; heute gehört sie zum UNESCO-Welterbe. Das sogenannte „Pompeji Griechenlands“ ist per Boot erreichbar. Die Bootsfahrt kostet etwa 20 Euro und die Besichtigung des Museums vor Ort und der riesigen archäologischen Ausgrabungsstätte ist für weitere 12 Euro möglich. Freuen Sie sich auf die Erkundung der Tempelruinen des Dyonisos mit einem gut erhaltenen Phallus, die berühmte Löwen-Terrasse und weitere beeindruckende antike Überreste. Die Besichtigung der Insel ist nur bis Sonnenuntergang gestattet. Bringen Sie für den Tag eine Kopfbedeckung und viel Wasser mit, da die Sonne hier sehr stark ist.