Athen – die Wiege der westlichen Zivilisation

Das sonnenverwöhnte, sagenumwobene Athen ist eine große und moderne Metropole, in deren Herzen sich wahrhaft beeindruckende Wunder des Weltkulturerbes befinden. Der bedeutendste Stadtstaat im antiken Griechenland und Geburtsort der Demokratie hat sich im Laufe der Zeit zur weitläufigen griechischen Hauptstadt von heute entwickelt. Fast alle wichtigen archäologischen und historischen Stätten befinden sich jedoch in einem konzentrierten Bereich rund um die Akropolis. Mit einer mehr als drei Jahrtausende alten Geschichte ist Athen eine der ältesten Städte der Welt und gilt zu Recht als die Wiege der westlichen Zivilisation. Schon ein kurzer Besuch der wichtigsten Highlights der griechischen Hauptstadt, angefangen bei der legendären Akropolis, reicht aus, um sich vom Zauber dieser Stadt verführen zu lassen.

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Akropolis und Akropolismuseum

Während die Akropolis die berühmteste Sehenswürdigkeit in Athen ist, so ist der Parthenon die kultbehaftetste. Dieser der griechischen Göttin Athene gewidmete Tempel wurde nach mehreren Jahren des Baus 438 v. Chr. fertiggestellt. Der kulturelle Wert des Parthenon ist weltweit einzigartig. Und wenn man oben am Tempel bei den massiven Marmorsäulen steht, weit über dem Verkehrstreiben der geschäftigen Stadt, und den freien Blick auf Athen bis hin zum Meer genießt, fühlt man sich dem Himmel ganz nah. Auf dem steilen (aber recht kurzen) Weg nach oben kommt man zunächst an den Propyläen vorbei, einem monumentalen Torbau, welcher in der Antike den Eingang zu dem heiligen Komplex bildete. Auch den Erechtheion gilt es zu entdecken: Dieser Tempel ist für seine sechs wundervollen Karyatiden berühmt. Die Strgbtur der Parthenon selbst ist zum Großteil intakt, seine Artefakte sind heute jedoch größtenteils im Akropolismuseum ausgestellt, das sich unterhalb der Akropolis befindet. Bestaunen Sie in seinem Inneren auf drei Ausstellungsebenen fünf Sammlungen mit insgesamt 4.000 antiken Kunstwerken und Artefakten von der griechischen Bronzezeit bis zur archaischen und klassischen Epoche und darüber hinaus. Neben seiner Dauerausstellung bietet das Museum regelmäßig exzellente Wanderausstellungen im Erdgeschoss. Hier finden Sie auch das große Museumsrestaurant, wo Sie sich bei einem atemberaubenden Blick auf die Akropolis stärken können.

Bitte beachten Sie, dass das Akropolismuseum getrennt vom Archäologischen Nationalmuseum ist, welches sich in einem anderen Teil Athens befindet. Zu den Attraktionen des Archäologischen Nationalmuseums zählen die Goldmaske des Agamemnon, die Bronzestatue des Zeus, das Schiffsfresko von Akrotiri, das auf einer archäologischen Fundstätte auf Santorini entdeckt wurde (es besteht die These, dass die minoischen Ruinen in Santorini Atlantis sein könnten). Weitere Highlights sind der Mechanismus von Antikythera – ein analoger „Ur-Computer“, der aus einem Schiffswrack geborgen wurde – und Hunderte minuziös bemalte Vasen aus dem antiken Griechenland.

Areopag und antike Agora

Am Südhang der Akropolis entspringt die Marmorstraße Dionysiou Areopagitou, die nach dem ersten Athener, der nach der Predigt von Apostel Paulus zum Christentum konvertierte, benannt ist. Sie verbindet mehrere interessante Sehenswürdigkeiten der Stadt. darunter das Odeon des Herodes Atticus, ein fantastisches antikes Theater aus dem Jahr 161 n. Chr., das ursprünglich mit einem Holzdach gedeckt war. Das Theater ist heute Gastgeber der Freilicht-Kulturveranstaltungen, die im Rahmen des renommierten Athens-Epidaurus-Festivals jährlich stattfinden. Wenn wir der Straße weiter folgen, kommen wir zum Fuß des Areopag, einem nordwestlich der Akroplis gelegenen Felsen. Hier tagte im Athen der Antike das Strafgericht, während der Areopag heute aufgrund der herrlichen Aussicht auf die Akropolis ein Besuchermagnet ist. Sein Gipfel ist leicht über Treppenstufen erreichbar. Noch etwas weiter in der gleichen Richtung liegt die Agora des antiken Athens auf der einen Seite und auf der anderen Seite beginnt der Philopapposhügel, der Hügel der Musen. In der Antike das pulsierende Handelszentrum von Athen ist die Agora heute Schauplatz zahlreicher antiker Ruinen und Tempel: Hier sind etwa der Bouleuterion (Versammlungsraum des Stadtrates) und der Altar der zwölf Götter als faszinierende Überreste der Vergangenheit zu sehen. Dieser Bereich verströmt eine rustikale, parkähnliche Atmosphäre, die zum Genießen einlädt. Wenn Ihre Zeit knapp ist, sollten Sie aber unbedingt das Museum der antiken Agora und den hervorragend erhaltenen Tempel des Hephaistos besichtigen.

Plaka

Erleben Sie Plaka! Dieser bezaubernde historische Stadtteil liegt im Schatten der Akropolis, unterhalb ihrer Süd- und Osthänge. Kopfsteingepflasterte Straßen, pastellfarbene neoklassizistische Stadthäuser und unzählige Geschäfte und Cafés laden zu einem gemütlichen Bummel durch dieses charmante Athener Stadtviertel ein.

In praktischer Nähe befindet sich der Syntagma-Platz mit dem palastartigen Parlamentsgebäude Griechenlands und dem Denkmal des unbekannten Soldaten. Hier kann man die Evzonen, die elegant uniformierte Präsidialgarde, beobachten, wie sie jede Stunde ihre Position wechseln. Neben dem Parlament beginnt der Nationalgarten und gegenüber dieser grünen Lunge der Stadt befindet sich das Panathinaiko-Stadion, das von den Griechen Kallimarmaro genannt wird – denn es wurde als einziges Stadion weltweit vollständig aus Marmor gebaut. Seine Ursprünge reichen weit zurück, doch bekannt wurde das Panathinaiko-Stadion durch die ersten modernen Olympische Spiele, die hier im Jahr 1896 stattfanden.

Der Lykabettus

Wenn Sie neben der Akropolis eine zweite Anhöhe entdecken, die über das geschäftige Stadtzentrum von Athen wacht, ist das der Stadtberg Lycabettus. Dieser hat eine Höhe von rund 300 m und ist damit mehr als 100 m höher als die Akropolis. Nadelbäume und sattes Grün wachsen üppig am Fuß des alten Kalksteinberges, der der Legende nach von der Göttin Athene geschaffen wurde und das schicke Stadtviertel Kolonaki überblickt. Wanderfreudige erreichen seinen Gipfel zu Fuß, während alle anderen die Standseilbahn nehmen können, um oben angekommen im gemütlichen Café oder im Gourmetrestaurant einzgbehren. Oder genießen Sie einfach nur den herrlichen Ausblick, der sich bis nach Piräus und über das Mittelmeer eröffnet.

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